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Lappland

 

Die ersten Felsen

Finnland hat eine gewaltig lange Küstenlinie! Wenn Sie mit der Fähre von Stockholm nach Turku fahren, lernen Sie gleich diesen Aspekt kennen, und zwar gründlich. Nachts ist es spannend, die Slalomfahrt des Schiffes durch die Schären zu verfolgen, von denen man nur die Signallichter sieht. Diese Tausenden von Inseln sind eigentlich nur die Gipfel der finnischen Granitscholle, die von vielen Eiszeiten glattgeschliffen wurde. Seit der letzten Eiszeit ist diese Felsplatte langsam heraufgestiegen aus den Wassern der Ostsee, noch heute hält diese Hebung an. Die höchsten Felsen sind schon einige Tausend Jahre über Wasser und haben eine dünne Humusschicht bilden können, die kleinen, wasserumspülten Klippen dagegen sind noch nackt und bloß.

Zwischen Stockholm und Turku erstreckt sich die Inselprovinz Åland (gesprochen Ooland), auf Finnisch Ahvenanmaa. Die Bewohner haben als Muttersprache Schwedisch und genießen weitgehende Autonomie. Sogar zu EU-Zeiten darf hier noch zollfrei verkauft werden.

Åland - das Ferienarchipel

Früher waren die Åländer bekannt für ihre Windjammerflotte, mit denen Getreide und Salpeter von Südamerika nach Europa gebracht wurde. Fischerei ist noch ein wichtiger Wirtschaftszweig, neben Tourismus und Landwirtschaft. Hier, auf den sandigen Böden der großen Inseln, wachsen die besten Kartoffeln zur Kartoffelchipsherstellung. Berühmt ist auch das dunkle, mit Sirup gesüßte Inselbrot. Das Straßennetz ist ausgezeichnet, und zwischen den Inseln, falls sie nicht mit Brücken verbunden sind, verkehren Fähren. Wanderer und Radler werden kostenlos mitgenommen. Åland ist ein Paradies für Radtouristen.

Rezept: Ooländischer Pfannkuchen!

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Die Ostsee

Hinter dem Schärengürtel wartet das finnische Festland auf uns. Sehen wir uns noch einmal um und sprechen wir über die Ostsee! Ihre Ausläufer, der finnische Meerbusen im Süden und der bottnische Meerbusen im Westen, sind berüchtigt für ihre Untiefen. Unter uns liegt der vielleicht größte Schiffsfriedhof des Planeten, hunderte von unentdeckten Schätzen warten auf den kühnen Taucher, der sie dem Dunkel und der Kälte entreißt. Doch da hat auch das Museumsamt ein Wörtchen mitzureden. In den vergangenen Jahren haben private Taucher einige Wracks entdeckt und identifiziert. So eines mit Kisten voller hunderjährigen Champagners und andere, die mit Kunstschätze für die Kaiserin Katharina II von Russland im Laderaum auf Grund gingen. Das Ostseewasser mit seinem geringen Salzgehalt präserviert Holz gut, doch Geld zur Hebung dieser Schatzschiffe nach dem Vorbild der schwedischen Wasa ist beim Staat nicht vorgesehen, und den Privaten will er die Beute auch nicht lassen. Das bekannteste und schaurigste dieser Wracks ist natürlich die 1994 gesunkene Estonia, mit der knapp tausend Schweden und Estländer ertranken. Sie liegt in 50 m Tiefe nahe Utö, dicht an der Fährroute Stockholm - Helsinki.


Wrackstellen der Südküste
Auch Seeschlachten haben viele Wracks hinterlassen. So liegen vor Kotka Dutzende von Wracks aus der schwedisch-russischen Seeschlacht von 1790

Der Schärengürtel ist das Reich der Ostsee-Robben und Seeadler. Beide Arten waren nahe am Aussterben, doch jetzt ist ihr Fortkommen gesichert, und Adler gibt es beinahe schon zu viele!

Wenn Sie mit eigenem Boot anreisen, stehen ihnen zahlreiche Gasthäfen zur Verfügung.


Boothafen auf Åland

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Mit dem Fahrrad durch die Schären

Süwestfinnland mit Turku

Fährverbindungen ins nördlichste EU-Land:


Imatra

Binnenland

Auch das finnische Festland ist stark von den Eiszeiten geprägt. So zieht sich ein bedeutender Moränengürtel quer von West nach Ost durch das südliche Finnland, knapp 100 km nördlich von Helsinki. Dieser Salpausselkä trennt das felsige Küstengebiet vom seenbeherrschten Mittelfinnland. Das Wasser dieser gewaltigen Seenplatte kann nur teilweise nach Süden abfließen. Die Päijännegewässer fließen durch den Kymi und münden bei Kotka in die Ostsee (die Huaptstadtregion bezieht ihr Trinkwasser durch einen über 100 km langen Felsentunnel direkt vom Päijänne). Das Saimaa-Wasser hat den Ausweg bei Imatra, wo früher der berühmte Wasserfall als größte Attraktion des Landes galt. Von dort fließt der Wuoksen durch Russisch-Karelien, speist den Ladoga-See und mündet schließlich erst, als Newa-Fluss, bei St. Petersburg in den finnischen Meerbusen. Von Menschenhand geschaffen ist ein kürzerer Weg, der Saimaa-Kanal, der von Lappeenranta nach Wiborg (Russland) führt.


Die Burg von Wiborg

Dagegen im Westen des Landes gibt es viele große Flüsse, die die finnische Seenplatte in den Bottnischen Meerbusen entwässern. Die bottnische Landschaft erinnert an die norddeutsche Tiefebene. Hier auf dem platten Land ist die bäurische Kultur noch spürbar, von hier zogen im ersten Weltkrieg junge Finnen aus, um in Deutschland Soldaten zu werden, um nach der russischen Revolution ein unabhängiges, bürgerlich-agrarisches, "weißes" Finnland zu erkämpfen. Zur Schneeschmelze im Frühling treten die Flüsse oft über die Ufer, ihre Kraft mahlt Strom für die finnische Industrie.

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Vom Dorf zur Stadt

Tampere, die mittelfinnische Metropole, entstand rund um einen Wasserfall, den Tammerkoski, wo sich im 19. Jahrhundert Industrielle niederließen und Fabriken gründeten. Viele kleinere Städte Finnlands entstanden auf gleiche Weise, rund um einen oder mehrere Industriebetriebe, nahe am Wasser, dem Energielieferant und billigen Transportweg. Heute sieht man sie nicht mehr, die gewaltigen Flöße aus Baumstämmen, mit denen das Holz zur eisfreien Zeit aus den Wäldern zu den Sägemühlen und Papierfabriken geflößt wurde. Dieser majestätisch langsame Pulsschlag des finnischen Arbeitslebens, wo im Winter die Männer das Holz schlugen und im Sommer durch die Stromschnellen brachten, den spürt man nur mehr in den klassischen finnischen Filmen der schwarzweißen Periode. Heute ist alles viel hektischer und nüchterner, robotisierte Einheiten fällen die Bäume, roden die Stümpfe und setzen neue Setzlinge, gewaltige Lastwagen bringen die Holzernte zur Fabrik und schon einige Tage später wird Ihre Zeitung auf dem so entstandenen Papier gedruckt. Keine Mädchen stehen mehr am Ufer und winken den Flößern zu, keine Heumahd findet mehr statt mit abendlichem Tanz. Trotzdem ist der Finne in seinem Denken und Fühlen noch viel ein Landbewohner geblieben, auch wenn er bei Nokia neue Mobiltelefone entwirft. Die Agrarpartei Zentrum herrscht unangefochten außerhalb der größten Städte, und ihr Vorsitzender war nahe einem Sieg bei den letzten Präsidentenwahlen.

Mit der Motorisierung haben auch die finnischen Kleinstädte oft ihr ursprüngliches Gesicht verloren. Traditionelle Wohnviertel aus Holz, über Jahrhunderte entstanden und gewachsen, wurden vielerorts als rückständig angesehen und dem Abriss ausgeliefert. Ausnahmen bieten u.a. Rauma an der Westküste und Porvoo östlich von Helsinki, die heute stolz sind auf ihre historischen Stadtkerne. Insgesamt nur 2,5 Prozent der finnischen Bausubstanz stammt aus der Zeit vor 1917, dem Jahr der Unabhängigkeitserklärung. Finnlands moderne Architekten haben glücklicherweise den Schaden teilweise wieder wettmachen können. Aalto, Saarinen, Ruusuvuori und andere gehören zum internationalen Kanon der Architektur. Eine typische Besonderheit der finnischen Besiedlung ist die Verstreutheit. Wo auf der Karte eine Ortschaft verzeichnet ist, sieht der Reisende an Ort und Stelle oft nur eine Straßenkreuzung mit Tankstelle, Info-Schild und Schnellimbiss. Die anderen Gebäude verstecken sich im allgegenwärtigen finnischen Wald.

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Kirche in Sammatti

Iivaara in Kainuu

Nordlappland mit Oulu und Kainuu

sonnenuntergang

Unsere Fahrradtour entlang Finnlands Westküste 2002

Seen und Moore

Finnland ist bekannt für seine Wälder und Seen, weniger für seine Moore und Sümpfe. Zu Unrecht! Zwar macht sich ein See gut auf Fotos aus, mit freundlichem Blau den Himmel spiegelnd, doch dem Naturfreund bietet ein Hochmoor unvergleichlich mehr Abwechslung und Erlebnis. Zum Glück ist ein großer Teil der finnischen Moore noch im Naturzustand, die meisten davon natürlich im Nordosten, doch auch ganz nahe der Hauptstadt findet man prächtige Exemplare. Auf den in Jahrtausenden gewachsenen Moosteppichen wachsen, blühen und reifen arktische Beeren, auf Insekten wartet der Sonnentau und der rätselhafte Duft des Sumpfwassers schlägt alles in seinen Bann. Eine stille Welt, vom frühen Morgen, wenn die Kraniche sich ihr Frühstück holen bis zum Abend, wenn der Dunst sich zu Nebel verdichtet und die Frösche ihr nächtliches Konzert beginnen.

Die etymologische Herkunft des Namens "Suomi" ist umstritten. Moor heißt auf Finnisch "Suo", und manche glauben, Suomi bedeute demnach "Moorland". Auf jeden Fall verfügt die finnische Sprache über einen sehr reichen Wortschatz zur Kennzeichnung verschiedener Moor- bzw. Sumpftypen.

Die westfinnische Tiefebene, durchzogen von Wiesen und Feldern zwischen weiten Kiefernwäldern, steigt nach Osten allmählich an. Hier wird das Land von großen Seen geteilt, die in Vorzeiten auch die Menschen voneinander schieden. Der eigensinnige, verschlossene und stolze Westfinne, jahrhundertelang in enger Wechselwirkung mit der schwedischen Kultur, hat eine andere Identität als der redseligere, nachbarliche Ostfinne, der mehr von der Mentalität des Kalevala-Volkes bewahrt hat. Im Westen war es der wohlhabende Gutsbesitzer, im guten Einvernehmen mit Obrigkeit und Geistlichkeit, der dem Menschenschlag das Gepräge gab, im Osten der arme Schwendbauer, der in die Asche von niedergebrannten Wäldern säte und weiterzog, wenn das Erdreich ausgelaugt war. Typisches Kennzeichen für die beiden Kulturen ist das Brot: in Westfinnland buk man im Herbst für Monate im Voraus die runden, flachen Laibe, mit einem Loch in der Mitte, die sich an langen Stangen unter der Decke aufbewahren ließen. Im Osten dagegen wird jede Woche gebacken, dicke Bauernbrote mit Sauerteig. Das östliche Grenzland liegt geistig zwischen Rom und Konstantinopel, die eigentlichen finnisch-orthodoxen Klöster sind nach dem letzten Krieg Russland zugefallen, doch die Gläubigen flohen nach Westen und gründeten neue Kultstädten in Finnisch-Karelien, wie das Kloster Neues Valamo.

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Ostfinnland

Für den Radurlauber ist das zerklüftete Ostfinnland beschwerlicher als das flache Westfinnland, doch mit modernen Bergrädern sind die abwechslungsreichen Seitenstraßen leicht bezwingbar. Wenn auf der Straßenkarte die Markierung zu einer dünnen roten Linie wird, kann man auf ständiges Auf und AB bei Steigung und Gefälle bis zu 20 Grad gefasst sein. Der Wassersportler hat gleichfalls ein Routennetz zur Verfügung, das in einem Menschenleben kaum erschöpfend erkundet werden kann. Je näher die Grenze zu Russisch Karelien, desto häufiger die Stromschnellen.

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Lappland: Infothek-Reisen-Shop
Alles über Lappland mit Infobereich, Reisen und Shop

 

Der finnische Norden

Je näher der Reisende sich der Grenze nach Norwegen nähert, desto höher ragen die Tunturis. Es handelt sich um die Reste uralter Gebirge. Das meiste davon haben Eis und Wasser schon abgetragen, als die skandinavische Platte noch Teil des Urkontinents Gondwanaland war. Die Eiszeiten haben danach den Gipfeln ihre heutige Rundung gegeben. Meist steht der Tunturi allein inmitten der lappischen Hochebene, Tunturi darf sich nennen, was über die Baumgrenze ragt, die hier bei 400 m ü.d.M. liegt. Eine reizvolle Gruppe bilden die Pallas-Tunturis nahe Muonio. Hier kann der Wanderer an einem Tag ein halbes Dutzend Gipfel bezwingen. Die Tunturis sind auch zur schlimmsten Mückenplage im Juni und Juli mückenfrei. Viele der Gipfel sind heute für den alpinen Skisport "erschlossen", am Fuße der Tunturis warten tausende Hotelzimmer und Ferienhütten auch auf Sie! Noch vor ein paar Jahren waren hier die finnischen Urlauber aus den Städten des Südens unter sich, doch der Anteil der ausländischen Gäste wächst schnell. Für Norweger ist Nordfinnland Einkaufs- und Vergnügungsparadies, und viele europäische Firmen schicken ihre Mitarbeiter zur Erholung und Entspannung hierhin, wo sie die Exotik des Polarkreises genießen sollen. Von Hunde- und Motorschlittenfahrten bis zur Eisbrecherfahrt auf dem Bottnischen Meerbusen haben sich finnische Veranstalter einen guten Ruf erarbeitet. Stark im Kommen sind Reitausflüge, mit denen zur schneefreien Zeit, aber auch im Winter ein neuer Kundenkreis erschlossen werden soll.


Ruska, wenn die Landschaft rostet

Die schneefreie Zeit ist natürlich ein Problem für den lappländischen Tourismus. Teure Investitionen sind während der Hochsaison von Februar bis Mai nur schwer herein zu holen. Die Wandersaison August/September kann bisher die Übernachtungskapazitäten kaum füllen. Die Zeit der Mitternachtssonne Juni/Juli wird stark vom Mückenproblem beeinträchtigt, Reisende fahren meist nur durch auf dem Weg zum Nordkap. Wer jedoch einmal das Nordkap gesehen hat, weiß, das sich der lange Weg dorthin kaum lohnt. Viel attraktiver sind die kulturellen Veranstaltungen, die Finnland zu bieten hat, die Mitternachtssonne kommt dazu kostenlos. Angefangen mit dem nördlichsten Filmfestival der Welt in Sodankylä Mitte Juni über die Mittsommerfeste zu den Musiktagen in Kuhmo und dem Opernfestival in Savonlinna kommt der Kulturliebhaber auf seine Kosten.

Nordfinnland und Lappland sind trotz ihrer dünnen Besiedlung verkehrsmäßig gut erschlossen. Die hier wohnenden Menschen finden es normal, wenn der Schulweg der Kinder 60 bis 90 km beträgt und sind bereit, auch 200 km zurückzulegen, um kurz gute Bekannte zu treffen. Hier am Polarkreis ist Nachbarschaftshilfe noch groß geschrieben. Wer hier zurechtkommen will, muss vielseitig sein und überall zugreifen können. Der Lebensunterhalt tröpfelt aus vielen Quellen: Touristik, Landwirtschaft, Jagd, Beeren pflücken, Kunsthandwerk, Rentierhaltung. Wenn es sein muss, schlüpft der Lappländer auch in ein Lappenkostüm und schlägt die Schamanentrommel, um den Touristen zu erfreuen. Die Vorfahren der meisten hier ansässigen Menschen sind über Jahrhunderte aus dem Süden zugewandert, nur einige Tausend sprechen als Muttersprache einen der ein Dutzend Sami-Dialekte. Die Sami, die eigentlichen Lappen, deren Sprache(n) dem Urfinnisch verwandt ist, wohnen nördlich des Polarkreises, auf dem Territorium vierer Staaten: Norwegen, Schweden, Finnland und Russland.

Lappland für Touristen

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Krieg wegen Lapplands

Lappland war der Schauplatz des Lapplandkrieges 1944/45, als Finnland mit der Sowjetunion Frieden schloss und sich verpflichtete, die rund 200 000 Soldaten der deutschen Wehrmacht, die hier vorher, seit 1941, an der Seite der Finnen gekämpft hatten, zu internieren. Zwischen den größtenteils aus Österreich stammenden Bergjägern und der lappländischen Bevölkerung hatte bis dahin gutes Einvernehmen geherrscht. Als Folge der Kriegshandlungen jedoch lag Lappland schließlich in Schutt und Asche, die Taktik der verbrannten Erde sicherte den Wehrmacht-Einheiten den Rückzug nach Nordnorwegen. Stalin hatte sein Ziel erreicht, die Waffenbrüderschaft Deutschland-Finnland mündete in Hass und Entfremdung für Jahrzehnte.

Lappland für Touristen

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Roma-Frauentracht
Mittsommerfest in einer finnlandschwedischen Gemeinde

Finnlands Minderheiten

Neben den Sami ist eine bedeutende Volksgruppe die finnischen Roma. Die erwachsenen Frauen sind leicht an ihren prächtigen, spitzenbesetzten Blusen und weiten schwarzen Röcken erkennbar. Dem Gerücht zufolge steckt unter solchem Rock auch immer ein Finnendolch, ein Puukko! Die ansässigen Roma sind ziemlich gut in die Gesellschaft integriert. Eine neue Minderheit bilden die aus der ehemaligen Sowjetunion "heimgeholten" Ingermanländer, deren Vorfahren, ähnlich den Russlanddeutschen, doch schon früher als diese, aus dem protestantischen Finnland ausgezogen waren. Mit ihnen ist die russische Sprache, die seit der Unabhängigkeit des Landes 1917 völlig verdrängt war, wieder ins Straßenbild Helsinkis gekommen. Dazu gesellen sich täglich die vielen Tagesturisten aus der Petersburger Region.

Wichtiger als Russisch jedoch ist immer noch die zweite Landessprache, Schwedisch. Sie wird von etwa einem Zwanzigstel der Finnen als Muttersprache beherrscht. Finnisch-Schwedisch hat eine Vielzahl von Dialekten, denn seine Sprecher wohnen größtenteils entlang der langen Küste, von der schwedischen Grenze am Ende des Bottnischen Meerbusens bis ungefähr nach Porvoo (Borgå) 50 km östlich von Helsinki.

Eine kleine, kulturell jedoch interessante religiöse Minderheit sind die Orthodoxen Finnlands mit etwa einem Hundertstel der Bevölkerung. Schmucke orthodoxe Kirchen findet man an vielen Orten, am dichtesten in Finnisch-Karelien entlang der Ostgrenze.

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