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Aleksis Kivi

 

Am Anfang war das Wort

Die Grundlagen der Kultur eines Volkes liegen in der natürlichen Umgebung und in der Überlieferung. Finnlands Natur hat die Menschen über Jahrtausende geprägt. Auch heute noch fühlt sich der Finne stark mit Wald und Wildnis verbunden, wenn auch die Umwälzungen der letzten fünfzig Jahre den finnischen Alltag wohl stärker umgekrempelt haben als den irgendeines anderen europäischen Volkes. Ein hervorstechender Charakterzug der Finnen ist die Leichtigkeit, mit der Einsamkeit ertragen wird. Nichts oder doch so wenig wie möglich von Nachbarn zu sehen und zu hören ist kein Grund zur Beunruhigung sondern ein ersehnter Zustand. Stark ist auch die Verbundenheit mit der Überlieferung.


Elias Lönnroth schreibt die Sänge Väinömöinens auf

Die Gesänge der Kalevala, erst in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts aufgezeichnet, und weitere Zeugnisse von Volksdichtung, Volkshumor und Volksweisheit bilden zusammengenommen einen in der Welt einzigartig umfangreichen literarischen Fundus.

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Literatur

Um finnische Literatur kennen zu lernen, müssen Sie nicht nach Finnland fahren, deshalb fasse ich mich hier besonders kurz.

Die meisten Werke der finnischen Autoren sind irgendwann einmal ins Deutsche übersetzt worden, doch sind die Auflagen natürlich vergriffen. Ein Ausflug in Ihre Stadt- oder Landesbibliothek wird Material genug liefern. Ihr Bibliothekar weiß sicher Bescheid, doch hier die wichtigsten Namen:

Im 19. Jahrhundert: Lönnroth (Kalevala), Johann Ludwig Runeberg, Aleksis Kivi, Minna Canth, Juhani Aho.

Im 20. Jahrhundert: Södergran, Diktonius, Kianto, Leino, Volter Kilpi, Lehtonen, Sillanpää, Haanpää, Paavolainen, Helvi Hämäläinen, Waltari, Haavikko, Linna, Meri, Saarikoski, Salama, Mukka, Henrik Tikkanen, Tove Jansson.

Gegenwart: Eeva Kilpi, Anja Snellman (* Kauranen), Hotakainen, Joensuu, Leena Krohn, Rosa Liksom, Westö, Carpelan, Kihlman, Leena Lander, Arto Paasilinna, Daniel Katz, Tommy Taberman.

Neueste Übersetzungen

Am 6.1.02 veröffentlichte Helsingin Sanomat einen Artikel über den Erfolg finnischer Autoren auf dem deutschen Buchmarkt. Danach werden zur Zeit besonders viele Bücher ins Deutsche übersetzt. Die EU unterstütz die Übersetzung aus kleinen Sprachgruppen. Folgend Autoren wurden genannt: Leena Lehtolainen, Matti Yrjänä Joensuu, Outi Pakkanen, Marko Leino, Anja Snellman, Pentti Holappa, Kari Hotakainen, Arto Paasilinna, Jari Tervo, Irja Rani, Esko Sahlberg, Petri Tamminen, Tuuve Aro. Schon erschienen: M.A. Numminen, Leena Lander, Daniel Katz.

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Mika Waltari meistübersetzter finnischer Autor - In den letzten 25 Jahren, seit Bestehen des Zentrums für Literaturinformation, sind Werke des vielseitigen Waltari in 576 nichtfinnischen Ausgaben erschinen. Weit abgeschlagen auf dem zweiten Platz die finnischschwedische Mumin-Mutter Tove Jansson mit 229 Ausgaben und Dritter der Klassiker und Nobelschriftsteller von 1939, Sillanpää, mit 176. Von den insgeamt 1775 fremdsprachigen Ausgaben waren die meisten, 589, auf Schwedisch erschienen, auf Englisch 534 und auf Deutsch 442.

Der unaufhaltsame Aufstieg des Kari Hotakainen - Seit 20 Jahren schreibt Hotakainen, erst Gedichte, dann Prosa. Das breite Publikum nahm von ihm erstmals Notiz, als 1997 sein Roman "Der Klassiker" erscheint, der bald darauf, mit Matti Suosalo in der Hauptrolle, verfilmt wird. Hauptperson ist der Erfolgsautor Kari Hotakainen, dem seine Leidenschaft für schnelles Autofahren zum Schicksal wird. Gerade (4.12.2002) wurde Hotakainen mit dem auf 26000 Euro dotierten Finlandia-Preis für den besten finnischen Roman des Jahres ausgezeichnet. Titel: "Juoksuhautatie" (Schützengrabenweg).

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Christer Kihlman
Anja Snellman
Zeit der Haut
Pentti Saarikoski (1937 - 83)
Gedichtproben (Engl.)
Jari Tervo

Kari Hotakainen

 

 

 

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