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Finnische Architektur - gibt es das?

Repräsentieren die großen finnischen Architekten des XX. Jahrhunderts wie Saarinen, Aalto und Ruusuvuori einen klar erkennbaren "finnischen" Stil? Oder stehen sie jeder nur für sich ein? Entscheiden Sie selbst!

Betonbrutalismus: Aarno Ruusuvuori (1925-92)

Professor Ruusuvuori verstand das von Kritikern in die Welt gesetzte Wort "Betonbrutalismus" als Kompliment. Ruusuvuori bekannte sich kompromisslos zu diesem modernen Baumaterial, das seiner Ansicht nach nicht nur an sich schön sondern auch ökologisch ist. Beton besteht zu 100 Prozent aus Naturstoffen und braucht zur Herstellung wenig Energie. Am Ende zerfällt er unauffällig in Mineralien und Wasser.

Die Kirche in Tapiola wurde 1965 fertig. Von außen ein grauer Betonwürfel, erscheint sie dem Besucher eher als Gottesfestung denn als Gotteshaus. Der Innenraum wirkt völlig abgeschlossen, von der Welt isoliert. Licht fließt nur indirekt von hinten und durch einen Schacht in der Decke über dem Altar, die roten Fußbodenziegeln kontrastieren mit den grauen Wandziegeln.


Aarno Ruusuvuoris Kirche von Tapiola in Espoo

Die Umgebung der Kirche: das Zentrum der Gartenstadt Tapiola mit dem Kulturzentrum von Arto Sipinen

Das WeeGee-Gebäude

In den 1960er Jahren entwarf Ruusuvuori für den Verlag Weilin & Göös das riesige WeeGee-Gebäude. Nachdem der Verlag sich aus dem Bau zurückzog, war es schwierig, die Hallen einer sinnvollen Verwendung zuzuführen. Seit 2002 beherbergt das "WeeGee" ein Gymnasium sowie Galerien, Kusntsammlungen und das Stadtmuseum von Espoo. Ein Modell des "WeeGee" befindet sich im MOMA von New York.


Das WG-Gebäude von Aarno Ruusuvuori in Tapiola/Espoo

Noch zwei Beispiele für Kirchen von Ruusuvuori: die Ristonummi-Kirche in Waasa und die Kirche von Hyvinkää:


 

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